Die Kirche der Hl. Anastasia

Die
Kirche gehört zum Dominikanerorden und wurde Ende des
XIII. Jahrhundert an jenem Ort erbaut, wo schon vorher
eine kleine Kirche stand, die der Heiligen geweiht war.
Das Hauptschiff mündet in einem Querschiff und in der
herrlichen Apsis, die durch hohe Einzelbogenfenster erhellt
wird. Der Marmorboden wurde im XV. Jahrhundert von Pietro
da Porlezza realisiert. Von großem Interesse sind die
vielen Gemälde und Skulpturen, die die Kirche bereichern.
Im Hauptschiff kann man bei den ersten zwei Kolonnen die
Weihwasserbecken der Buckeligen bewundern, die so genannt
werden, weil sie von zwei merkwürdigen krummen Figuren
getragen werden.
Die
Kapelle Pellegrini: hier befand sich (bevor es in die
Kapelle Giusti gebracht wurde) das berühmte Freskengemälde
von Pisanello, das den Hl. Georg darstellt, der die Prinzessin,
ein Meisterwerk des Flamboyant (im internationale gotischen
Stil), ein Werk, das sich durch seine ausgeglichene und
gekonnte Komposition sowie die Eleganz und Feinheit der
Linien auszeichnet. Besonders schön ist das Profil der
Prinzessin von Trebisonda und fast märchenhaft die Landschaft
im Hintergrund.
Zu den Werken, die sich im linken Kirchenschiff befinden,
gehört die Rosenkranzmadonna (in der monumentalen Rosenkranzkapelle
aus dem 16. Jahrhundert), die von den Einwohnern Veronas
als ihre Schutzpatronin verehrt wird.